Picasso Taube

Rundbrief der Friedensinitiative Wilmersdorf

Juni/Juli 2012
31. Jahrgang

Sieh nur, wie Kriege mit dem blutigen Gräuel über

Länder verbreitet sind! Es trieft die ganze Erde von

gegenseitigem Blutvergießen; und begeht der

einzelne einen Mord, so ist es ein Verbrechen;

Tapferkeit aber nennt man es, wenn das Morden im

Namen des Staates geschieht.

 

Cyprian von Karthago, Kirchenvater, 258 n. Chr.gestorben


Liebe Rundbriefleserinnen, liebe Rundbriefleser,

das Zitat auf unserer Titelseite hat mich als ich es fand, wieder einmal staunen lassen: Worte wie die von Tucholsky, aber gesprochen vor fast 2000 Jahren. Kein Krieg - uralte Sehnsucht der Menschen, fast aller Menschen, muß es heißen. Denn die, denen der Krieg nützt, die finden immer wieder Anlässe, die Völker aufeinander zuhetzen!

Wo und wann immer wir heute Nachrichten hören oder Zeitung lesen ist Krieg zentrales Thema. Die Geschäfte der Waffenlobby expandieren trotz einschränkender Gesetzgebung und mit der Zustimmung des Parlaments ungehindert, gerade jetzt z. B. die Panzerlieferungen in das fundamentalistische Saudiarabien oder U-Boote nach Israel mit Vorrichtungen für eine mögliche Atomwaffenbestückung. Das heißt bei der gegenwärtigen Situation im Nahen und Mittleren Osten Feuerlegen an der Tankstelle der Welt. Dazu kommt die Rolle der Medien, die meisten willige Helfer bei der Verbreitung der dazugehörigen Ideologie. Sich einigermaßen sachlich richtig zu informieren ist ein gutes Stück zeitraubender Arbeit.

Allen denen, die sich bereits die Mühe gemacht haben, ihren Dauerauftrag auf das neue Konto um zu buchen, sei herzlich gedankt. Für die, die es noch nicht geschafft haben, hier noch einmal die neue Konto-Nr. 1061381460 , BLZ 100 500 00 Sparkasse Berlin. Es wäre schön, wenn wir den Rundbrief weiter führen können. Auch wenn er etwas unregelmäßig kam in der letzten Zeit. Aber alles zusammen, ich meine zusammen mit der Friko-Arbeit, ist es eben doch viel. Aber wir geloben Besserung

Ich grüße Euch alle herzlich

Wir gratulieren Siegfried Burmester zum Geburtstag

Siegfried Burmester ist 85 geworden! Jeden Morgen zwischen 7 und 8 kann man ihn im Preußenpark (Berlin-Wilmersdorf) joggen sehen. Hat ihn ein "Leben zwischen Irrtum und Hoffnung" gestählt? 1927 in Riestedt, Kreis Uelzen, geboren, wächst er in einem ländlich-konservativen Milieu auf. Die Hitlerjugend begeistert er ihn, er meldet sich freiwillig zu dem letzten Aufgebot, das die Reichshauptstadt retten soll, aber schon nach wenigen Tagen gerät er im Kessel von Halbe in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Dort gehen ihm wie vielen seiner Kameraden die Augen auf. "Hitler nix gutt, Stalin nix gutt!" belehren ihn insgeheim seine Bewacher. Siegfried will lernen, er nutzt die Möglichkeiten im Lager und liest, was ihm in die Hände kommt, darunter auch Stalins "Kratki Kurs". Über das Gelesene wird leidenschaftlich diskutiert. Überhaupt: Lesen und diskutieren - ein Leben lang wird er das beibehalten. Sein Politinstruktor ist auf ihn aufmerksam geworden und schickt ihn 1947 auf die Antifa-Schule nach Krasnogorsk. Dort beginnt ein systematisches Studium: Klassiker des Marxismus-Leninismus, aber auch das Ringen mit naturwissenschaftlichen und philosophischen Grundsatzfragen.

1949 steht die Entlassung an: In den aufgeputzten Wehrmachtsuniformen stecken neue Menschen. Der Empfang in der Heimat fällt etwas unüblich aus: "Das mit den kommunistischen Sprüchen, ist das echt?" wird er gefragt. Ja, es ist echt, aber zunächst muss das Abitur nachgemacht werden, dann geht es nach Hamburg zum Studium der Betriebswirtschaft. 1949 ist Wahlkampf, Siegfried ist bereits Mitglied der Kommunistischen Studentengruppe (KSG) und verteilt zwischen den Vorlesungen Flugblätter für die KPD. Aufbau der FDJ und Mobilisierung der Studenten für bessere Studienbedingungen sind die Hauptaufgaben neben dem Studium. Er kommt dabei in einen Kreis junger Intellektueller, die aus der Emigration nach England zurückgekehrt sind und eine Studentenzeitung herausgeben wollen: Das Magazin "Konkret" entsteht. Das Leben in diesen Kreisen ist nicht ungefährlich, die FDJ versteht sich gesamtdeutsch, Kontakte zur DDR sind aber fast ein Straftatbestand. Auf der Rückkehr von einer Funktionärskonferenz in Berlin wird Siegfried an der Grenze verhaftet. Ein Foto zeigt, wie er nach kurzer Haft gut gelaunt das Gefängnis in Lübeck verlässt. Inzwischen läuft ein Prozess vor dem Landgericht wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt anlässlich einer Studentendemonstration. Rädelsführer sollen bestraft werden. Die Anklage bricht zusammen: Freispruch wegen Mangels an Beweisen. Siegfried protestiert im Hamburger Abendblatt: Er fordert Freispruch wegen erwiesener Unschuld! 1951 wird die FDJ verboten, die politische Arbeit geht weiter - nun unter konspirativen Bedingungen. Vorbild ist die "Weiße Rose". Zu den prägenden Erlebnissen dieser Zeit gehört die Teilnahme an den Treffen der (kommunistischen) Weltjugendbewegung, und eine Zeitlang hat es den Anschein, als habe er den Weg zum Berufsrevolutionär beschritten. Aber dann lockt doch das Studium wieder, neben der Betriebswirtschaft sind es besonders die Vorlesungen von Professor Bondy über Tiefenpsychologie. Sie eröffnen ihm einen neuen Horizont, eine Vertiefung seiner materialistischen Weltanschauung.

Wohin nach dem Diplom? Der Kapitalismus hatte die Bundesrepublik 1957 fest im Griff, für Betriebswirtschaftler, die sozialistisch denken und fühlen, nicht gerade die beste Berufsaussicht. Aber da gibt es den Interzonenhandel, und Siegfried kann in eine Deutsche Handelsgesellschaft Ost-West (DHG) mit Sitz in Hamburg und Berlin eintreten. Als "roter Kaufmann" muss er lernen, dass mit Ideologie keine Geschäfte zu machen sind. Der Handel funktioniert auf der Basis gegenseitigen Interesses, und er setzt ein gewisses Maß an Vertrauen und Verlässlichkeit auf beiden Seiten voraus. Wie in keinem anderen Bereich erzieht die Praxis hier den Menschen zum Diplomaten, der sich auf politisch brisantem Parkett bewegen und dennoch Kurs halten muss.

Ich lernte Siegfried kennen, als der Helsinki-Prozess begann, der das Ost-West-Verhältnis vom Kalten Krieg in ein konstruktives Miteinander verwandeln wollte. Die "drei Körbe" der Schlussakte von Helsinki beinhalteten: Politisch-militärische Vertrauensbildung, wirtschaftliche Kooperation und Menschenrechte. Es handelte sich um eine staatliche Initiative, die aber durch die Bevölkerung unterstützt werden musste. In West-Berlin versuchte der "Ständige Arbeitsausschuss für Frieden, nationale und internationale Verständigung", Jahre zuvor von Atomwaffengegner gegründet, diese Ideen durch Begegnung und Gedankenaustausch über die Grenzen hinweg zu popularisieren, ohne dabei - wie andere sogenannte "Helsinkigruppen" - eine Erosion des Sozialismus anzustreben. Auf vielen Konferenzen erlebte ich Siegfried Burmester als gefragten Gesprächsteilnehmer, der aus der Erfahrung eines Wirtschaftsmenschen die Vorteile von Entspannung und friedlicher Koexistenz in einer bipolaren Welt darlegen konnte. Überhaupt war West-Berlin in dieser Hinsicht ein besonderer Ort. Das gesamte politische System war gegen das sozialistische Umfeld gerichtet, das alltägliche Leben in der Stadt blieb mit diesem Umfeld jedoch aufs engste verwoben. Deswegen hatte die Studentenbewegung der 60er Jahre und ebenso die Friedensbewegung der 80er Jahre in West-Berlin eine besondere Bedeutung, sie bewegte die Gemüter stärker als anderswo.

Es waren viele Aktionsfelder, auf denen wir uns begegneten: Partei, VVN, Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Friedensinitiative Wilmersdorf, Solidaritätsausschüsse für Vietnam, Chile, Nikaragua, El Salvador, Tschernobyl, Palästina, Irak. In der Rückschau frage ich mich, wie das alles zu bewältigen war - neben Beruf und Familie. Zu verdanken war dies vor allem seiner Frau Christa und den Kindern, die in seine Gedankenwelt voll einbezogen waren und alle Aktivitäten mittrugen.

Wie erlebt ein Mensch wie Siegfried Burmester die "Wende"? Weder Nostalgie, noch verbitterter Rückzug! Er suchte den Weg nach vorn, indem seine Positionen überprüfte und zu Papier brachte, was ihm als Erfahrung aus einem halben Jahrhundert festzuhalten wert erschien. Eine wirtschaftswissenschaftliches Abhandlung über Markt und Plan erschien und die viel zu wenig beachtete Autobiographie mit dem Titel "Ein Leben zwischen Irrtum und Hoffnung".

Auch diese Arbeiten entstanden in einer Atmosphäre politischen Kampfes. Die "roten Kaufleute" waren nach der Wende über Nacht zum Freiwild, der "Interzonenhandel" und die Kontakte zur DDR plötzlich verdächtig geworden. Auch gegen die DHG wurde ein Verfahren angestrengt. Waren es spektakuläre oder gar anrüchige Güter, die zwischen den beiden deutschen Staaten gehandelt wurden? Weit gefehlt! Die DHG, in der Siegfried Burmester schnell zum Chef aufstiegen war, handelte mit zivilen Verbrauchsgütern und besonders mit Bürstenwaren aus dem sächsischen Erzgebirge. Sie erschloss mittelständigen Betrieben der DDR einen Markt im Westen. Zu offensichtlich waren die Motive politischer Bestrafung hinter dem als Steuervergehen deklarierten Vorwurf. Nach zermürbenden Ermittlungen musste das Verfahren eingestellt werden. Siegfried blieb der alte, immer umsichtig, kritisch und zum gemeinsamen Handeln bereit, wer ihn kennengelernt hat, wird in in diesen Tagen gern gratulieren, als Freund, als gutem Kamerad und als mit der Zeit gehender Sozialist.

Diesen Text schrieb Dr. Peter Gerlinghoff. Viele von Euch werden ihn kennen, denn er arbeitete seit ihrer Gründung maßgeblich viele Jahre in der Friedensinitiative Wilmersdorf und der Berliner Friedenskoordination mit.

Mitglieder von "Irak-Veteranen gegen den Krieg", die ihre Auszeichnungen wegwarfen vor dem Eingang des NATO-Gipfels in Chicago am 24. Mai 2012

Es gab eine große Demonstration vom Grant Park in der Nähe des NATO-Gipfels. Es war der Höhepunkt am Ende einer ganzen Woche mit Protesten . Am Ende des Marsches hielten "Iraq-Veterans against the war" eine Zeremonie ab, bei der mehr als 40 Veteranen ihre Kriegsauszeichnungen in Richtung des NATO-Gipfels schleuderten. Sie riefen "Keine NATO - kein Krieg, Wir arbeiten nicht mehr für Euch! Wir töten nicht mehr für Euch". Dann sagte ein Moderator: "Jetzt werden einer nach dem anderen Veteranen aus den Kriegen der NATO auf die Bühne treten. Sie werden uns sagen, warum sie der NATO ihre Orden zurückgeben. Ich fordere Sie auf, sie dadurch zu ehren, indem Sie ihre Geschichten anhören."

"Mein Name ist Iris Feliciano. 2002 eingesetzt in Afghanistan bei der Operation Enduring Freedom. Ich sage den Leuten hier hinter uns, hinter diesen Wänden, dort wo sie ihre Politik betreiben, die auf Lügen und Angst basiert, wir stehen nicht länger für sie ein, nicht für ihre Lügen, nicht für ihre gescheiterte Politik, nicht für ihre ungerechten Kriege. Bringt unsere Truppen nach hause, beendet den Krieg jetzt. Meine Auszeichnungen können sie zurück haben."

"Mein Name ist Greg Miller. Ich bin Veteran der US-Army-Infantrie und war bis 2009 im Irak eingesetzt. Das Militär verteilt diese billigen Medaillen an Soldaten und versucht damit die Leere auszufüllen, an deren Stelle vorher ihr Gewissen war, bevor sie es durch Indoktrination zerstörten. Aber das hat bei mir nicht funktioniert, und deshalb bin ich hier, um ihnen meine "Global war on Terrorism Medaille" und meine "National Defense Medal" zurück zu geben, weil das alles Lügen sind."

"Mein Name ist Vince Emanuele, und ich habe im US-Marine-Corps gedient. Erstens, das hier geschieht für die Menschen in Irak und Afghanistan. Zweitens, das ist für unsere echten Vorväter. Ich spreche von der gewaltlosen Studentenbewegung, ich spreche von den Black Panthers, ich spreche von der Bürgerrechtsbewegung, ich spreche von Gewerkschaften, ich spreche von unseren sozialistischen Brüdern und Schwestern, unseren kommunistischen Brüdern und Schwestern, unseren anarchistischen Brüdern und Schwestern. Ich spreche von unseren Brüdern und Schwestern in der Umweltbewegung, Das sind unsere wahren Vorfahren. Und abschließend der wichtigste Punkt: Unsere Feinde leben nicht 10.000 km weit weg von hier. Sie sitzen in den Vorstandsetagen. Es sind Konzernchefs, es sind Banker, es sind die Hedgefond-Manager. sie leben nicht 10.000 km weit weg, unsere Feinde sind gleich hier und wir sehen sie jeden Tag. Es sind nicht die Männer und Frauen, die uns hier als Polizisten gegenüber sitzen. Es sind die Millionäre und Millardäre, die diesen Planeten kontrollieren, und wir haben genug von ihnen. Hier meine Orden zurück."

"Mein Name ist Jason Hurd. Ich verbrachte 10 Jahre in der US-Army als Gefechtssanitäter. 2004 war ich in Bagdad im Einsatz. Ich bin hier, um meine "Global war on Terror Medal" zurück zu geben in Solidarität mit den Menschen im Irak und mit den Menschen in Afghanistan. Ich bedaure zutiefst die Zerstörung, die wir in diesen Ländern und auch wo anders verursacht haben. Ich bin stolz darauaf, zusammen mit anderen Veteranen und mit meinen Schwestern aus Afghanistan auf dieser Bühne zu stehen."

"Mein Name ist Scott Kimbel. Ich bin ein Irakkriegs-Veteran. Ich gebe heute diesen Orden zurück für die Menschen in Pakistan, Irak, Palästina und für alle Opfer von Besatzung in der ganzen Welt, und auch für alle Soldaten und Veteranen, die gegen diese Kriege sind. Ihr seid nicht allein."

"Mein Name ist Christopher Mai. Ich verließ die Armee als Kriegsdienstverweigerer. Uns wurde gesagt, daß diese Medaillen Demokratie, Gerechtigkeit. Hoffnung und Wandel für die Welt repräsentieren. Aber diese Orden repräsentieren das Versagen der Staats- und Regierungschefs der NATO . Es ist ein Scheitern der Staats- und Regierungschefs, weil sie nicht tun, was richtig wäre für die entrechteten Menschen dieser Welt. Anstatt ihnen zu helfen, nutzen sie sie aus und machen alles nur noch schlimmer. Ich will nicht mehr Teil davon sein. Diese Auszeichnung bedeutet mir nichts mehr, und sie können sie wieder haben."

"Mein Name ist Ash Woodson. Ich war Feldwebel. Ich war 2003 im Irak, und was ich dort gesehen habe, hat mich erdrückt. Ich will nicht, daß wir dieses noch einmal erleiden müssen und ich möchte auch nicht, daß das unsere Kinder erleiden müssen. Und so gebe ich diese Auszeichnung zurück."

"Mein Name ist Maggie Martin. ich war Sergeant in der Armee. Ich war zwei mal im Irak. Orden oder Fahnen können niemals das menschliche Leid aufwiegen, das durch diese Kriege verursacht wird. Wir wollen diesen Müll nicht mehr. Wir wollen unsere Menschenrechte. Wir wollen das Recht zu heilen."

"Ich bin Jacob Crawford. Ich ging nach Irak und Afghanistan, und als sie mir diese Auszeichnungen gaben, wußte ich, daß sie bedeutungslos waren. Ich bedauere nur, nicht eher drüber gesprochen zu haben, wie dumm dieser Krieg ist. Ich gebe diese Orden zurück. Free Bradley Manning."

"Mein Name ist Steven Lunn. Kriegsveteran - zwei mal eingesetzt im Irak. Ich gebe diese Orden zurück wegen der Kinder im Irak, die keine Väter und Mütter mehr haben."

"Mein Name ist Shawna und ich war nuklear biologisch-chemische Spezialistin, in einem Krieg, in dem es keinerlei Massenvernichtungswaffen gab. Deswegen bin ich desertiert. Ich bin nur eine von 40.000, die die US-Streitkräfte verlassen haben, denn dieser Krieg beruht auf Lügen."

"Mein Name ist Steve Acheson aus Wisconsin. Ich war vorgeschobener Beobachter in der US-Armee, für knapp 5 Jahre. Im Jahr 2005 war ich in Sadr City im Irak eingesetzt. Ich gebe meine Orden zurück für die Kinder Iraks und Afghanistans. Mögen sie in der Lage sein, uns zu verzeihen, was wir ihnen angetan haben. vielleicht kann das Leid verheilen, damit wir in Frieden leben können, von hier bis in Ewigkeit."

"Hallo, mein Name ist Michael Thuman. Ich bin ein Kriegsdienstverweigerer aus der US-Air -Force. Ich gebe meine "Global war o Terror Medal" und meine militärischen Abzeichnungen zurück für den Gefreiten Bradley Manning, der alles geopfert hat, um uns die Wahrheit über diese Kriege zu zeigen."

"Mein Name ist Matt Howard. Ich diente im US-Marine von 2001 - 2006 und davon zwei mal im Irak. Ich gebe meine Irak-Auszeichnung und meine "Global war on Terror Medal" zurück für alle meine Brüder und Schwestern, die unter traumatischen Hirnverletzungen leiden, unter sexuellen Traumata und unter posttraumatischen Belastungsstörungen."

"Mein Name ist Zach la Port. Ich bin Irak-Kriegsveteran aus Milwaukie, Wisconsin. Ich gebe heute meine Auszeichnungen zurück, weil ich verführt wurde an einem illegalen Krieg teilzunehmen, der mir unter dem Deckmantel verkauft wurde, nämlich daß ich das irakische Volk befreien würde, aber anstatt die Menschen zu befreien, habe ich ihre Ölfelder befreit."

"Mein Name ist Scott Olsen. Ich habe hier meine "Global war on Terror Medal", " die "Operation Irak-FriedensMedaille", die "Natioanal Defense Medal" und meine "Marine Corps Good Medal". Diese Auszeichnungen gaben mir einmal ein gutes Gefühl, bei dem was ich tat, gaben mir das Gefühl, das Richtige zu tun. Aber ich bin in der Realität angekommen, und ich will sie nicht mehr."

"Mein Name ist Dare. Ich diente in der US Navy von 1999 - 2003 und nahm an Invasionen in den Irak und Afghanistan teil. Ich war im Unrecht, mich dafür zu melden. Ich bitte das irakische und das afghanische Volk um Verzeihung dafür, ihre Länder zerstört zu haben."

"Mein Name ist Clark Winant. Ich bin hier stellvertretend für sechs gute Amerikaner, die heute wirklich gerne hier gewesen wären. Aber sie können nicht, weil sie gleich an der Grenze zu den USA verhaftet wurden. Und die Verbrechen für die sie verhaftet wurden bestehen in der Weigerung, sich weiterhin an den Verbrechen in Irak und Afghanistan zu beteiligen. Sie sind verbannt aus diesem Land und verdienen eine Amnestie."

"Mein Name ist Aron Hughes. Ich diente in der Illinois-Army National Gard von 2000 - 2006. Diese Auszeichnung ist für Anthonie Wagner. Er starb im vergangenen Jahr. Diese Medaille hier ist für ein Drittel der Frauen im Militär, die von unseren Soldaten sexuell angegriffen wurden. Wir sprechen darüber für unsere Schwestern in Afghanistan einzutreten, können aber nicht einmal unsere eigenen Schwestern schützen. Ich sage, es tut mir leid, es tut mir leid, extrem leid für Euch alle."